Warum ein Vertrag hilft
Mündliche Absprachen geraten schnell in Vergessenheit oder werden unterschiedlich erinnert. Ein schriftlicher Vertrag schafft Klarheit für alle. Noch wichtiger ist der Weg dorthin: Wenn ihr Regeln gemeinsam aushandelt, versteht dein Kind ihren Sinn.
Was in den Vertrag gehört
- Zeiten: wie lange und wann Medien genutzt werden
- Orte: wo Bildschirme tabu sind, etwa am Esstisch oder im Bett
- Apps und Spiele: was erlaubt ist und wie Neues angefragt wird
- Persönliche Daten: was nicht geteilt wird, etwa Adresse oder Fotos von anderen
- Kosten: Umgang mit Käufen und Abos
- Verhalten: freundlicher Umgang, kein Weiterleiten von Bloßstellungen
- Hilfe: an wen sich das Kind wendet, wenn etwas schiefläuft
- Folgen: was bei Regelverstößen passiert
- Elternregeln: was Eltern zusagen
Beispielregeln
| Für das Kind | Für die Eltern |
|---|---|
| Ich nutze mein Handy nicht beim Essen. | Wir nutzen unser Handy auch nicht beim Essen. |
| Ab 20 Uhr liegt mein Handy an der Ladestation. | Wir lesen keine Nachrichten unseres Kindes heimlich. |
| Neue Apps frage ich an und sage, warum ich sie möchte. | Wir antworten auf Anfragen zeitnah und begründen unsere Entscheidung. |
| Ich teile keine Fotos von anderen ohne deren Erlaubnis. | Wir posten keine Fotos unseres Kindes ohne seine Erlaubnis. |
| Wenn mir etwas komisch vorkommt, sage ich Bescheid. | Wir hören zu, ohne sofort das Handy wegzunehmen. |
Kostenlose Vorlage nutzen
Die EU-Initiative klicksafe und das Internet-ABC bieten unter mediennutzungsvertrag.de ein kostenloses Online-Werkzeug mit Vorlagen für Kinder von 6 bis 12 Jahren und ab 12 Jahren. Ihr könnt Regeln auswählen, anpassen, ergänzen und den Vertrag als PDF ausdrucken.
1. Gemeinsam hinsetzen
Plant eine ruhige halbe Stunde ohne Zeitdruck.
2. Regeln auswählen
Startet mit wenigen, wichtigen Regeln. Mehr geht später immer.
3. Unterschreiben
Alle unterschreiben, auch die Eltern.
4. Sichtbar aufhängen
Zum Beispiel am Kühlschrank oder neben der Ladestation.
5. Regelmäßig überprüfen
Etwa zum Halbjahr oder zum Geburtstag.
Vertrag und App zusammen
Technik ersetzt keine Absprache, kann sie aber stützen. Die vereinbarten Zeiten kannst du in Kydly als Modi hinterlegen. Die Anfrage-Funktion passt zu einer Regel wie „Neue Apps frage ich an und sage, warum“.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter ist ein Mediennutzungsvertrag sinnvoll?
Sobald dein Kind regelmäßig Medien selbstständig nutzt. Die Vorlage von klicksafe und Internet-ABC gibt es für 6 bis 12 Jahre und ab 12 Jahren.
Ist ein Mediennutzungsvertrag rechtlich bindend?
Nein. Es handelt sich um eine Familienvereinbarung. Ihr Wert liegt in der gemeinsamen Absprache.
Was tun, wenn der Vertrag gebrochen wird?
Haltet euch an die vereinbarten Folgen und sprecht darüber, warum es passiert ist. Vielleicht muss eine Regel angepasst werden.
Kydly kennenlernen
Probiere Kydly zuerst mit Beispieldaten in der Demo aus oder lade die App. Die Basisfunktionen für ein Elternteil und das erste Kind sind kostenlos.
Quellen und weiterführende Informationen
Dieser Ratgeber wird vom Anbieter der App Kydly herausgegeben. Er ersetzt keine rechtliche, medizinische oder pädagogische Einzelfallberatung. Angaben zu Kydly beschreiben den App-Stand zum angegebenen Datum; verbindlich sind die Datenschutzerklärung, die Nutzungsbedingungen und die von Apple vor dem Kauf angezeigten Bedingungen.